Simon, Theresa: Die Frauen der Rosenvilla

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Teresa Simon ist im Moment mit ihren historischen Romanen „Die Frauen der Rosenvilla“ und „Die Holunderschwestern“ in aller Munde. Vor allem deshalb, weil der Name ein Pseudonym sein soll und natürlich jeder gerne wissen würde, wer denn nun hinter diesen großartigen Geschichten steckt. Aber beiseite mit diesem Klatsch und Tratsch, zurück zu den harten Fakten. „Die Frauen der Rosenvilla“ ist Teresa Simons „erstes“ Buch (unter diesem Namen zumindest) und eigentlich ein klassischer historischer Roman im Lucinda Riley-Stil, also ein Roman, der eine Gegenwartshandlung mit einer Vergangenheitshandlung verknüpft. Weiterlesen

Hansen, Dörte: Altes Land

altes-land-geschnittenVor kurzem habe ich hier auf dem Blog erst festgestellt, dass ich wirklich empfänglich für Hype-Bücher bin, sofern sie denn ungefähr meinen Genrevorlieben entsprechen. Grund genug also, sich mal einem Hype-Buch zu nähern, das eigentlich recht ungewöhnlich ist. Kein Jugendbuch, keine vertrackte Liebesgeschichte mit Happy End, sondern eine ernsthafte Gesellschaftsstudie, so kommt „Altes Land“ von Dörte Hansen in seiner Aufmachung daher. Gerade deshalb hat es mich schon länger angesprochen und nachdem ich nun monatelang in der Buchhandlung immer wieder darum herumgeschlichen bin, habe ich es mir vor kurzem endlich gekauft und konnte es, kaum dass ich zu Hause war, nicht abwarten, damit zu beginnen. Weiterlesen

Hornby, Nick: Slam

nick-hornby-slamDas Buch „Slam“ von Nick Hornby habe ich in der Schule gelesen. Im Englischunterricht. In der neunten Klasse. Obwohl ich schon damals natürlich eine echte Leseratte war und kaum ein Buch in der örtlichen Stadtteilbibliothek vor mir sicher war, konnte man mich mit englischer Lektüre eigentlich noch nie wirklich begeistern. Ich lebe gerne in einem Buch, tauche völlig in die Geschichte ein. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ich dem Sprachfluss wirklich folgen kann. Lesen sollte und soll für mich keine „Arbeit“, keine Anstrengung bedeuten, sondern gerade von dieser im Alltag ablenken.
Und seien wir mal ehrlich, die meisten Englischlehrer sind nicht gerade für ihren Humor bekannt und meine bildeten da keine Ausnahme.
Dementsprechend skeptisch war ich also, als ich mir damals „Slam“ von Nick Hornby kaufen musste (zu einer Zeit, als ich „About a boy“ noch nicht mal als Film kannte). Und was soll ich sagen: Ich habe es GELIEBT! Ich weiß noch genau, wie ich damals morgens in der U-Bahn noch einen Teil gelesen habe, weil ich am Tag vorher keine Lust dazu gehabt hatte und einen Lachanfall vor allen Leuten bekommen habe, weil dieses Buch einfach so einen genialen Humor hat. Viele Szenen habe ich sogar bis heute noch ziemlich detailliert im Gedächtnis. Weiterlesen

Riley, Lucinda: Helenas Geheimnis

img_0228Fräulein Bücherwald is back (again)! Und packt ihr Köfferlein aus und findet darin: Helenas Geheimnis, das brandneue (naja, fast brandneue) Buch von Lucinda Riley (brandneu, als es bei mir eingezogen ist). Tatsächlich habe ich noch nie in meinem Leben ein Buch von Lucinda Riley gelesen, sondern frühere Romane immer als Hörbuch gehört – hat sich irgendwie so ergeben, da ich auf solche eeewig langen Hörbücher, die an der 24-Stunden-Marke kratzen, total stehe.

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Tatort: Freddy tanzt (Köln)

Tatort-KölnIm Moment ist es irgendwie echt schwierig mit den Tatorten. Entweder man bewegt sich im Bereich der gähnenden Langeweile oder die Darstellung ist viel zu übertrieben. Nachdem ich letzte Woche einmal mit dem Tatort- Gucken ausgesetzt habe, habe ich mich heute richtig auf den Kölner Tatort gefreut. Nach dem etwas schwächeren letzten Fall („Wahre Liebe„) hoffte ich auf einen gewohnt guten Plot mit den beiden sympathischen Kommissaren Max Ballauf und Freddy Schenk. Weiterlesen

Tatort: Die Sonne stirbt wie ein Tier (Ludwigshafen)

Tatort-LudwigshafenNach dem wirklich schlechten letzten Tatort aus Ludwigshafen („Blackout“), in dem Lena Odenthal mit ihrer Midlifecrisis bzw. einem Burnout zu kämpfen hatte, befindet sie sich nun in einer Reha auf dem Land. Doch lange währt der Frieden nicht: Auf einem Reiterhof wird ein toter Pferdepfleger aufgefunden, ebenso wie ein verstümmeltes Pferd. Ein „Pferderipper“? Alles deutet auf einen Serientäter hin, denn in der letzten Zeit wurden mehrmals übel zugerichtete Tiere gefunden – im Umkreis von 20 Kilometern. Aber wieso dann der Mord an dem Pfleger? Fragen über Fragen, die Lena Odenthal, Mario Kopper und ihre neue Kollegin, die Fallanalytikerin Johanna Stern, zu klären haben. Weiterlesen

Bartels, Dominik: Black Taxi

33533341zHeute möchte ich euch mal einen Roman vorstellen, der von einem Thema bzw. einer Region dieser Welt handelt, über die ich ehrlich gesagt bisher noch nicht sehr viel wusste: Nordirland. Natürlich habe ich schon vom Terror der IRA, dem Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten und der damit einhergehenden politischen Spannung gehört, aber die Hintergründe kannte ich bisher nicht.

In Dominik Bartels Roman „Black Taxi“ verschlägt es den 17-jährigen Martin zu Beginn der Geschichte nach Belfast. Nach dem Tod seiner Eltern soll sein gesetzlicher Vormund entscheiden, wo Martin studieren soll und die Wahl fällt ausgerechnet auf Belfast – eine Stadt, mit der Martin ebenfalls nur die negativen Dinge verbindet, die man von Zeit zu Zeit mal in den Medien mitbekommt. Das ist für den Leser natürlich eine tolle Ausgangslage, denn gemeinsam mit Martin entdeckt man im Laufe der Handlung Belfast und erfährt vieles über diesen nun schon lange andauernden Konflikt, der weit mehr beinhaltet als eine Terrororganisation, die Angst und Schrecken verbreitet. Weiterlesen