Moyes, Jojo: Ein ganz neues Leben

20.07. -3Fräulein Bücherwald bloggt wieder! So richtig! Nach langem Hin und Her vielen Anläufen habe ich nun endlich meine Blogger-Motivation wiedergefunden und in den letzten Wochen bereits fleißig gelesen. Ab sofort wird es hier wieder regelmäßig Buchkritiken geben. Und da es vom Titel so passend ist, wenn auch natürlich in einem völlig übertrieben Sinne, und weil ich mit einem großartigen Buch starten wollte, lest ihr hier nun meine Rezension zu „Ein ganz neues Leben“ von Jojo Moyes:

Ich habe mich lange, wirklich sehr sehr lange gesträubt, eine Fortsetzung von „Ein ganzes halbes Jahr“ zu akzeptieren. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie es mit Louisa weitergehen würde und ich wusste auch nicht, ob ich ihren Schmerz würde ertragen können.

 

Natürlich, eigentlich wünscht man es sich immer, dass ein Buch einen nicht nach dem letzten Satz verlässt. Dass das Leben von Romanfiguren nicht einfach ein „Ende“ findet, sondern dass sie irgendwie weiterleben könnten, dass man erfährt, wie es nach dem Ende der Geschichte weitergeht. Jojo Moyes hat ihren Lesern genau diesen Wunsch erfüllt und Louisa in ein ganz neues Leben starten lassen. Eines, in dem sie mit ihrem alten Leben, dem Leben, das wir kennengelernt haben, sowohl abschließen als auch es Revue passieren lassen, es verarbeiten musste.

Nach endlosen Monaten, in denen dieses Buch (das ich mir nicht mal gekauft hatte, sondern mir schließlich von meiner Tante ausgeliehen hatte) wie ein Mahnmal auf meinem SuB lag. In der Zwischenzeit hatte ich alle anderen Bücher von Jojo Moyes ebenfalls gelesen oder als Hörbuch gehört und war von allen begeistert gewesen.

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Tatort: Freddy tanzt (Köln)

Tatort-KölnIm Moment ist es irgendwie echt schwierig mit den Tatorten. Entweder man bewegt sich im Bereich der gähnenden Langeweile oder die Darstellung ist viel zu übertrieben. Nachdem ich letzte Woche einmal mit dem Tatort- Gucken ausgesetzt habe, habe ich mich heute richtig auf den Kölner Tatort gefreut. Nach dem etwas schwächeren letzten Fall („Wahre Liebe„) hoffte ich auf einen gewohnt guten Plot mit den beiden sympathischen Kommissaren Max Ballauf und Freddy Schenk. Weiterlesen

Filmrezension: Baymax – Riesiges Robowabohu (2015)

054836.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxxIch sage es immer wieder gerne: Ich bin ein riesen Fan, wenn es um Disney Filme geht. Sowohl die Klassiker wie „Das Dschungelbuch“ als auch die neueren Filme à la „Findet Nemo“ finde ich einfach großartig. Sie sind so kindgerecht und erwachsen zu gleich! Also konnte ich es mir nicht entgehen lassen, mir auch „Baymax“ anzuschauen.

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Tatort: Die Sonne stirbt wie ein Tier (Ludwigshafen)

Tatort-LudwigshafenNach dem wirklich schlechten letzten Tatort aus Ludwigshafen („Blackout“), in dem Lena Odenthal mit ihrer Midlifecrisis bzw. einem Burnout zu kämpfen hatte, befindet sie sich nun in einer Reha auf dem Land. Doch lange währt der Frieden nicht: Auf einem Reiterhof wird ein toter Pferdepfleger aufgefunden, ebenso wie ein verstümmeltes Pferd. Ein „Pferderipper“? Alles deutet auf einen Serientäter hin, denn in der letzten Zeit wurden mehrmals übel zugerichtete Tiere gefunden – im Umkreis von 20 Kilometern. Aber wieso dann der Mord an dem Pfleger? Fragen über Fragen, die Lena Odenthal, Mario Kopper und ihre neue Kollegin, die Fallanalytikerin Johanna Stern, zu klären haben. Weiterlesen

Bartels, Dominik: Black Taxi

33533341zHeute möchte ich euch mal einen Roman vorstellen, der von einem Thema bzw. einer Region dieser Welt handelt, über die ich ehrlich gesagt bisher noch nicht sehr viel wusste: Nordirland. Natürlich habe ich schon vom Terror der IRA, dem Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten und der damit einhergehenden politischen Spannung gehört, aber die Hintergründe kannte ich bisher nicht.

In Dominik Bartels Roman „Black Taxi“ verschlägt es den 17-jährigen Martin zu Beginn der Geschichte nach Belfast. Nach dem Tod seiner Eltern soll sein gesetzlicher Vormund entscheiden, wo Martin studieren soll und die Wahl fällt ausgerechnet auf Belfast – eine Stadt, mit der Martin ebenfalls nur die negativen Dinge verbindet, die man von Zeit zu Zeit mal in den Medien mitbekommt. Das ist für den Leser natürlich eine tolle Ausgangslage, denn gemeinsam mit Martin entdeckt man im Laufe der Handlung Belfast und erfährt vieles über diesen nun schon lange andauernden Konflikt, der weit mehr beinhaltet als eine Terrororganisation, die Angst und Schrecken verbreitet. Weiterlesen

Wolf, Daniel: Das Licht der Welt

Das Licht der Welt von Daniel WolfEndlich mal wieder ein historischer Roman! Über die Weihnachtsfeiertage habe ich zahlreiche gemütliche Stunden mit Tee und Buch auf dem Sofa verbracht und gelesen. Und „zahlreiche Stunden“ im wahrsten Sinne des Wortes, denn „Das Licht der Welt“, Daniel Wolfs neuer Roman, hat ganze 1150 Seiten!

Inhaltlich schließt der Roman an „Das Salz der Erde“ an, allerdings habe ich diesen auch nicht gelesen und in „Das Licht der Welt“ trotzdem alles verstanden. Von anderen Lesern habe ich jedoch gehört, dass es das Lesevergnügen noch einmal ein wenig steigert, wenn man die Figuren schon aus „Das Salz der Erde“ kennt.

Daniel Wolf entführt uns in die Welt des beginnenden 13. Jahrhunderts, in die fiktive lothringische Kleinstadt Varennes- Saint- Jacques. Varennes ist eine aufsteigende Stadt, eine der wenigen freien Handelsstädte der Region und wird von dem Bürgermeister Michel Fleury und seinem Rat regiert. Doch die modernen Ideen, die er und seine Familie vertreten, werden natürlich nicht überall gut aufgenommen… Weiterlesen

Tatort: Deckname Kidon (Wien)

Tatort-WienIch mag ja diese Mafia- Tatorte nicht. Diese Fälle, in denen sich die kleinen deutschen Dorfkommissare mit den Mächtigen der Welt anlegen und am Ende einfach niemand belangt werden kann. Natürlich wird das in der Realität genau so sein, aber deshalb gucke ich eben den Tatort und keine Geheimdienstdokumentation: Weil ich mit dem Gefühl ins Bett gehen möchte, dass die Bösen geschnappt wurden. Super also, dass Bibi Fellner und Moritz Eisner, eines meiner Lieblings- Kommissarenteams heute auf internationale Parkett geschickt wurde. Nämlich auf die Spur des Mossad, der in Wien einen Anschlag auf einen iranischen Politiker verübt haben soll.

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