Hornby, Nick: Slam

nick-hornby-slamDas Buch „Slam“ von Nick Hornby habe ich in der Schule gelesen. Im Englischunterricht. In der neunten Klasse. Obwohl ich schon damals natürlich eine echte Leseratte war und kaum ein Buch in der örtlichen Stadtteilbibliothek vor mir sicher war, konnte man mich mit englischer Lektüre eigentlich noch nie wirklich begeistern. Ich lebe gerne in einem Buch, tauche völlig in die Geschichte ein. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ich dem Sprachfluss wirklich folgen kann. Lesen sollte und soll für mich keine „Arbeit“, keine Anstrengung bedeuten, sondern gerade von dieser im Alltag ablenken.
Und seien wir mal ehrlich, die meisten Englischlehrer sind nicht gerade für ihren Humor bekannt und meine bildeten da keine Ausnahme.
Dementsprechend skeptisch war ich also, als ich mir damals „Slam“ von Nick Hornby kaufen musste (zu einer Zeit, als ich „About a boy“ noch nicht mal als Film kannte). Und was soll ich sagen: Ich habe es GELIEBT! Ich weiß noch genau, wie ich damals morgens in der U-Bahn noch einen Teil gelesen habe, weil ich am Tag vorher keine Lust dazu gehabt hatte und einen Lachanfall vor allen Leuten bekommen habe, weil dieses Buch einfach so einen genialen Humor hat. Viele Szenen habe ich sogar bis heute noch ziemlich detailliert im Gedächtnis. Weiterlesen

Drvenkar, Zoran: Cengiz & Locke

Cengiz und Locke„Für all die Helden, für all die Memmen, für all die Macker, für all die Jugos“. Dies ist die Widmung, die der jugoslawischstämmige Autor Zoran Drvenkar seinem Jugendbuch „Cengiz & Locke“ vorangestellt hat.

Nach der Lektüre bin ich immer noch ganz gefangen von der dunklen Geschichte, die sich zwischen den Deckeln dieses Buches abgespielt hat und überlege mir, was ich wohl bin. Held auf keinen Fall und ob es einen Helden in diesem Buch gibt, erscheint mir auch fragwürdig.

Ich entscheide mich bei mir eher als Memme, die Charaktere im Buch sind wohl eher von allem ein bisschen was.

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