Hornby, Nick: Slam

nick-hornby-slamDas Buch „Slam“ von Nick Hornby habe ich in der Schule gelesen. Im Englischunterricht. In der neunten Klasse. Obwohl ich schon damals natürlich eine echte Leseratte war und kaum ein Buch in der örtlichen Stadtteilbibliothek vor mir sicher war, konnte man mich mit englischer Lektüre eigentlich noch nie wirklich begeistern. Ich lebe gerne in einem Buch, tauche völlig in die Geschichte ein. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ich dem Sprachfluss wirklich folgen kann. Lesen sollte und soll für mich keine „Arbeit“, keine Anstrengung bedeuten, sondern gerade von dieser im Alltag ablenken.
Und seien wir mal ehrlich, die meisten Englischlehrer sind nicht gerade für ihren Humor bekannt und meine bildeten da keine Ausnahme.
Dementsprechend skeptisch war ich also, als ich mir damals „Slam“ von Nick Hornby kaufen musste (zu einer Zeit, als ich „About a boy“ noch nicht mal als Film kannte). Und was soll ich sagen: Ich habe es GELIEBT! Ich weiß noch genau, wie ich damals morgens in der U-Bahn noch einen Teil gelesen habe, weil ich am Tag vorher keine Lust dazu gehabt hatte und einen Lachanfall vor allen Leuten bekommen habe, weil dieses Buch einfach so einen genialen Humor hat. Viele Szenen habe ich sogar bis heute noch ziemlich detailliert im Gedächtnis. Weiterlesen

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Moyes, Jojo: Ein ganz neues Leben

20.07. -3Fräulein Bücherwald bloggt wieder! So richtig! Nach langem Hin und Her vielen Anläufen habe ich nun endlich meine Blogger-Motivation wiedergefunden und in den letzten Wochen bereits fleißig gelesen. Ab sofort wird es hier wieder regelmäßig Buchkritiken geben. Und da es vom Titel so passend ist, wenn auch natürlich in einem völlig übertrieben Sinne, und weil ich mit einem großartigen Buch starten wollte, lest ihr hier nun meine Rezension zu „Ein ganz neues Leben“ von Jojo Moyes:

Ich habe mich lange, wirklich sehr sehr lange gesträubt, eine Fortsetzung von „Ein ganzes halbes Jahr“ zu akzeptieren. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie es mit Louisa weitergehen würde und ich wusste auch nicht, ob ich ihren Schmerz würde ertragen können.

 

Natürlich, eigentlich wünscht man es sich immer, dass ein Buch einen nicht nach dem letzten Satz verlässt. Dass das Leben von Romanfiguren nicht einfach ein „Ende“ findet, sondern dass sie irgendwie weiterleben könnten, dass man erfährt, wie es nach dem Ende der Geschichte weitergeht. Jojo Moyes hat ihren Lesern genau diesen Wunsch erfüllt und Louisa in ein ganz neues Leben starten lassen. Eines, in dem sie mit ihrem alten Leben, dem Leben, das wir kennengelernt haben, sowohl abschließen als auch es Revue passieren lassen, es verarbeiten musste.

Nach endlosen Monaten, in denen dieses Buch (das ich mir nicht mal gekauft hatte, sondern mir schließlich von meiner Tante ausgeliehen hatte) wie ein Mahnmal auf meinem SuB lag. In der Zwischenzeit hatte ich alle anderen Bücher von Jojo Moyes ebenfalls gelesen oder als Hörbuch gehört und war von allen begeistert gewesen.

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Rose, Emma S.: Frühstück ausgeschlossen

81F-p8pjaeL._SL1500_Nach ihrem tollen Debütroman „Lina – Hoffnung auf Leben“ hat die Nachwuchsautorin Emma S. Rose super schnell ein zweites (und mittlerweile sogar schon ein drittes…) Buch veröffentlicht! In „Frühstück ausgeschlossen“ geht es um die junge Studentin Sara. Tagsüber ist sie die brave Sozialpädagogik- Studentin, die etwas aus ihrem Leben machen möchte, doch nachts zieht sie feiernd durch die Clubs und kann sich selten danach noch daran erinnern, was genau sie getan hat. One Night Stands und Alkoholexzesse prägen dieses Leben. Immer auf der Suche nach einem Kick oder ein bisschen Selbstwertgefühl stolpert Sara von einer Katastrophe in die nächste. Doch dann ist da jemand, der diesen Strudel aus Vergessen wollen und Bestätigung suchen durchbrechen könnte: Felix. Und auch eine Freundin aus der Uni versucht ihr zu helfen. Doch Sara ist davon gar nicht begeistert. Denn feste Beziehungen und Freundschaften sind das, wovor sie am meisten Angst hat… Weiterlesen

Monatsrückblick November

Monatsrückblick NovemberDieser Monat war wirklich durchwachsen. Zu Beginn war ich noch total motiviert, habe viel gelesen. Doch im Laufe des Monats schwächte das ab und die Bücher auf meinem SuB (= Stapel ungelesener Bücher) setzten schon den ersten Staub an. Schuld daran war neben einer allgemeinen „Ich habe keine Lust auf Lesen“- Phase auch die Entdeckung einer Serie, die ich in den letzten Wochen geschaut habe und ein Referat, das ich für die Uni vorbereiten musste und das mir wirklich den letzten Nerv geraubt hat. Weiterlesen

Filmrezension: Der Baader-Meinhof-Komplex (2008)

filmplakat-bmk_300x432Bitte nicht wundern: Ausnahmsweise erscheint die Filmrezension heute mal freitags (immerhin ist es für Jason Segel!) und auch keine so aktuelle. Ab nächster Woche ist dann aber alles wieder wie gewohnt!

1970 gründen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Mahler, Ulrike Meinhof und weitere Personen die Rote Armee Fraktion. Ihre Bewegung besteht zeitweise aus drei Generationen, zwischen 60 und 80 Personen. Sie sind verantwortlich für über 30 Morde, mehrere Entführungen und Banküberfälle, Sprengstoffattentate und eine Vielzahl von Verletzten und Sachschäden.

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Ruppel, Lars: Holger, die Waldfee

Cover_Ruppel_-72Am vergangenen Freitag ist Lars Ruppel deutschsprachiger Meister im Poetry Slam geworden. Mit Gedichten über Redensarten. Was es damit auf sich hat, erfährt man in seinem kürzlich erschienenen Buch „Holger, die Waldfee“, in dem er zehn dieser Redensart- Gedichte präsentiert.

Wir alle kennen die Aussprüche „Mein lieber Herr Gesangsverein“ oder „Heidewitzka“ oder „Nicht schlecht, Herr Specht“. Aber dass hinter diesen einfach daher gesagten Dingen auch Geschichten stecken könnten, das hat bisher nur Lars Ruppel gesehen und diese erzählt er uns. Denn „Schmidts Katze“ oder der „Alte Schwede“ sind eigentlich tragische Helden, die uns etwas über die Welt lehren können. Denn das ist allen Geschichten gemein: Am Ende steht eine Moral, die jeder nachvollziehen kann. Weiterlesen

Morton, Kate: Die fernen Stunden

Die fernen Stunden von Kate MortonKate Mortons Romane sind einfach toll. Ich habe alle drei gelesen und „Die fernen Stunden“ soll nun auch endlich seinen Platz hier auf dem Blog finden.

In „Die fernen Stunden“ treffen wir Edie Burchill, eine junge Verlagsmitarbeiterin aus England. Bei einem Besuch bei ihren Eltern erlebt sie mit, wie ihre Mutter Meredith einen jahrelang verschollenen Brief erhält und in Tränen ausbricht. Sie weigert sich allerdings, mehr über diesen Brief zu erzählen. Doch Edie kommt der Geschichte auf die Spur: Während des 2. Weltkriegs war ihre Mutter aus London evakuiert und lebte auf Schloss Milderhurst bei drei exzentrischen Schwestern. Dort scheint ihre Mutter zwar einerseits eine wunderschöne, aber auch tragische Zeit erlebt zu haben und sie trägt bis heute ein Geheimnis mit sich herum, das auch Edies Leben verändern wird. Weiterlesen