Barreau, Nicolas: Eines Abends in Paris

eines-abends-in-paris-46237-1Mal wieder eine französische Liebesgeschichte! Nachdem ich vor einigen Wochen ja schon „Léon und Louise“ gelesen und hier auf dem Blog rezensiert hatte, habe ich mir vor ein paar Tagen auf die Empfehlung einer Freundin hin „Eines Abends in Paris“ gekauft.

Am heutigen Schietwetter- Nachmittag mit Tee und auf das Dachfenster prasselndem Regen wollte ich es nun anfangen zu lesen.

Und ich habe es auch gelesen. Aber der Begriff „angefangen“ ist an der Stelle falsch. Ich habe das komplette Buch in einem Rutsch von vorne bis hinten in ca. 3 Stunden durchgelesen. Ohne auch nur einmal aufzustehen oder sonst irgendwas zu machen. Auch den Tee habe ich kalt werden lassen.

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Fontane, Theodor: Irrungen, Wirrungen

UBfontaneirrungenWie rezensiert man einen Klassiker? Am besten wohl gar nicht, deshalb nenne ich das, was jetzt folgt, mal einen „Erfahrungsbericht“.

Mesalliancen zwischen dem Adel und dem Bürgertum gab es wohl schon immer. Auch Schiller erzählt uns solche Geschichten und in heutigen Liebes- und Erotikromanen werden sie irgendwie auf moderne Art und Weise ebenso weitergeführt. Wenn in Rosamunde Pilchers Büchern die Heldin einen echten Prinzen aus Cornwall heiratet – welches Mädchen gerät dann nicht ins Träumen?

Fontane bedient sich ebenfalls dieses Themas und das auf revolutionäre Art und Weise! Immerhin dürfen wir nicht vergessen, dass wir uns im prüden Deutschland der 1870er- Jahre befinden, in denen man über „solche Dinge“ lieber schweigt, das Bürgertum die Nase beinahe am Himmel trägt, nämlich dort, wo die Adligen schon sind und man dem „4. Stand“ wenig Beachtung schenkt (und erst recht nicht in der Literatur).

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Voorhoeve, Anne C.: Lilly unter den Linden

lindenEs gibt Bücher, die berichten vom inneren Widerstand in der DDR. Es gibt Bücher, die berichten von geglückten oder nicht geglückten Fluchten aus der DDR. Und es gibt „Lilly unter den Linden“, das Buch, das von einer Flucht IN die DDR erzählt.

Die Geschichte beginnt in der Gegenwart. Lilly hat gerade eine neue Stelle angetreten, auf einer Firmenfeier überkommt sie auf einmal das Heimweh zu ihrer Familie. Einem Kollegen erzählt sie ihre Lebensgeschichte und die beginnt dramatisch: ihre Mutter starb, als sie gerade mal 13 Jahre alt war an Krebs.

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Kühnhold, Claus-Wilhelm: Anderer Schuh, wo bist denn du?

anderer schuhHach ja, ein Kinderbuch. Ich mag Kinderbücher. Die Einfachheit des Stils, das schnelle Abhandeln einer Geschichte bis zum ersehnten Happy End, die klare, unverkennbare Moral.

Ein besonders schönes Exemplar von einem Kinderbuch ist  mir neulich zugetragen worden und auch wenn ich hier auf dem Blog noch nie Rezensionen von Kinderbüchern veröffentlicht habe, soll es hier einmal zur Sprache gebracht werden.

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Thomas, Charlotte: Die Liebenden von San Marco

thomasNachdem ich von „Der König der Komödianten“, dem aktuellsten Buch der deutschen Autorin Charlotte Thomas absolut begeistert war, habe ich mir nun schnellstmöglich eines ihrer anderen Bücher besorgen wollen. Die Wahl fiel auf „Die Liebenden von San Marco“ – ein Buch, das bei Amazon- Rezensenten eher gemischte Reaktionen hervorrief. Aber ich wollte mir selbst ein Bild machen und außerdem brannte ich darauf, mich von Charlotte Thomas wieder nach Venedig im 16. Jahrhundert entführen zu lassen.

Die Geschichte beginnt, die Hauptrollen betreten die Bühne. Da wäre zum einen Cintia, Tochter einer Kaufmannsfamilie, die zwar nicht von Adel, aber doch von großem Reichtum ist und Gregorio, Spross einer der angesehensten (aber verarmten) Adelsfamilien. Während Cintia mit großer Aufregung ihrer (arrangierten) Heirat entgegenfiebert, kann Gregorio seiner zukünftigen Ehefrau scheinbar nicht viel abgewinnen.

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Link, Charlotte: Die Sünde der Engel

61k5wTTZ3bL._SL1124_Eigentlich steht Charlotte Link ja als Synonym für packende, fesselnde Bücher, gefüttert mit einem schönen Schreibstil.

Ich habe bereits drei oder vier Bücher der Autorin gelesen und fand sie immer gut und geeignet, einem einen schönen Regennachmittag zu bescheren. Ein bisschen Liebe, ein bisschen Crime, ein bisschen Familiengeschichte – die Bücher haben meistens alles, was man an so einem Nachmittag braucht. Deshalb ist die Wahl meiner Urlaubslektüre auf „Die Sünde der Engel“ gefallen, erschienen 1996 und damit eines der älteren Bücher der Autorin.

Leider muss ich sagen, dass mich das Buch gar nicht überzeugt hat. Die Geschichte war so unoriginell, dass ich teilweise 10 – 20 Seiten übersprungen habe, um endlich die logische Konsequenz aus den Ereignissen lesen zu können, die jedem schon viel früher klar sein musste.

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Schalansky, Judith: Der Hals der Giraffe

schalanskyDie ersten 10 Seiten dieses Buches war ich wie vor den Kopf gestoßen. „Das ist doch Verarschung“, schoss mir durch den Kopf.

Die nächsten 10 Seiten dieses Buches dachte ich an Satire.

Ab der 21. Seite wusste ich: diese Hauptperson, diese Inge Lohmark, meint das ernst.

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