Hansen, Dörte: Altes Land

altes-land-geschnittenVor kurzem habe ich hier auf dem Blog erst festgestellt, dass ich wirklich empfänglich für Hype-Bücher bin, sofern sie denn ungefähr meinen Genrevorlieben entsprechen. Grund genug also, sich mal einem Hype-Buch zu nähern, das eigentlich recht ungewöhnlich ist. Kein Jugendbuch, keine vertrackte Liebesgeschichte mit Happy End, sondern eine ernsthafte Gesellschaftsstudie, so kommt „Altes Land“ von Dörte Hansen in seiner Aufmachung daher. Gerade deshalb hat es mich schon länger angesprochen und nachdem ich nun monatelang in der Buchhandlung immer wieder darum herumgeschlichen bin, habe ich es mir vor kurzem endlich gekauft und konnte es, kaum dass ich zu Hause war, nicht abwarten, damit zu beginnen. Weiterlesen

Tatort: Freddy tanzt (Köln)

Tatort-KölnIm Moment ist es irgendwie echt schwierig mit den Tatorten. Entweder man bewegt sich im Bereich der gähnenden Langeweile oder die Darstellung ist viel zu übertrieben. Nachdem ich letzte Woche einmal mit dem Tatort- Gucken ausgesetzt habe, habe ich mich heute richtig auf den Kölner Tatort gefreut. Nach dem etwas schwächeren letzten Fall („Wahre Liebe„) hoffte ich auf einen gewohnt guten Plot mit den beiden sympathischen Kommissaren Max Ballauf und Freddy Schenk. Weiterlesen

Filmrezension: Baymax – Riesiges Robowabohu (2015)

054836.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxxIch sage es immer wieder gerne: Ich bin ein riesen Fan, wenn es um Disney Filme geht. Sowohl die Klassiker wie „Das Dschungelbuch“ als auch die neueren Filme à la „Findet Nemo“ finde ich einfach großartig. Sie sind so kindgerecht und erwachsen zu gleich! Also konnte ich es mir nicht entgehen lassen, mir auch „Baymax“ anzuschauen.

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Tatort: Die Sonne stirbt wie ein Tier (Ludwigshafen)

Tatort-LudwigshafenNach dem wirklich schlechten letzten Tatort aus Ludwigshafen („Blackout“), in dem Lena Odenthal mit ihrer Midlifecrisis bzw. einem Burnout zu kämpfen hatte, befindet sie sich nun in einer Reha auf dem Land. Doch lange währt der Frieden nicht: Auf einem Reiterhof wird ein toter Pferdepfleger aufgefunden, ebenso wie ein verstümmeltes Pferd. Ein „Pferderipper“? Alles deutet auf einen Serientäter hin, denn in der letzten Zeit wurden mehrmals übel zugerichtete Tiere gefunden – im Umkreis von 20 Kilometern. Aber wieso dann der Mord an dem Pfleger? Fragen über Fragen, die Lena Odenthal, Mario Kopper und ihre neue Kollegin, die Fallanalytikerin Johanna Stern, zu klären haben. Weiterlesen

Bartels, Dominik: Black Taxi

33533341zHeute möchte ich euch mal einen Roman vorstellen, der von einem Thema bzw. einer Region dieser Welt handelt, über die ich ehrlich gesagt bisher noch nicht sehr viel wusste: Nordirland. Natürlich habe ich schon vom Terror der IRA, dem Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten und der damit einhergehenden politischen Spannung gehört, aber die Hintergründe kannte ich bisher nicht.

In Dominik Bartels Roman „Black Taxi“ verschlägt es den 17-jährigen Martin zu Beginn der Geschichte nach Belfast. Nach dem Tod seiner Eltern soll sein gesetzlicher Vormund entscheiden, wo Martin studieren soll und die Wahl fällt ausgerechnet auf Belfast – eine Stadt, mit der Martin ebenfalls nur die negativen Dinge verbindet, die man von Zeit zu Zeit mal in den Medien mitbekommt. Das ist für den Leser natürlich eine tolle Ausgangslage, denn gemeinsam mit Martin entdeckt man im Laufe der Handlung Belfast und erfährt vieles über diesen nun schon lange andauernden Konflikt, der weit mehr beinhaltet als eine Terrororganisation, die Angst und Schrecken verbreitet. Weiterlesen

Janisch, Heinz: Herr Jemineh hat Glück

FB07_Soganci_TitelbildDas neue Jahr hat begonnen und damit hat man sich natürlich mal wieder einen Haufen Vorsätze gemacht. Ich war zwar bisher noch nicht wieder beim Sport, aber einen anderen Vorsatz kann ich dafür direkt mal erfüllen: Den Kinderbuchdienstag wieder aufleben lassen!

In der letzten Zeit ist ja nicht nur das Rezensieren an sich, sondern der Kinderbuchdienstag im Besonderen etwas zu kurz gekommen, deshalb heute mal wieder ein kleiner Kinderbuchtipp für euch!

„Herr Jemineh hat Glück“ habe ich mir ausgesucht, geschrieben von Heinz Janisch, wunderschön illustriert von Selda Marlin Soganci. Weiterlesen

Wolf, Daniel: Das Licht der Welt

Das Licht der Welt von Daniel WolfEndlich mal wieder ein historischer Roman! Über die Weihnachtsfeiertage habe ich zahlreiche gemütliche Stunden mit Tee und Buch auf dem Sofa verbracht und gelesen. Und „zahlreiche Stunden“ im wahrsten Sinne des Wortes, denn „Das Licht der Welt“, Daniel Wolfs neuer Roman, hat ganze 1150 Seiten!

Inhaltlich schließt der Roman an „Das Salz der Erde“ an, allerdings habe ich diesen auch nicht gelesen und in „Das Licht der Welt“ trotzdem alles verstanden. Von anderen Lesern habe ich jedoch gehört, dass es das Lesevergnügen noch einmal ein wenig steigert, wenn man die Figuren schon aus „Das Salz der Erde“ kennt.

Daniel Wolf entführt uns in die Welt des beginnenden 13. Jahrhunderts, in die fiktive lothringische Kleinstadt Varennes- Saint- Jacques. Varennes ist eine aufsteigende Stadt, eine der wenigen freien Handelsstädte der Region und wird von dem Bürgermeister Michel Fleury und seinem Rat regiert. Doch die modernen Ideen, die er und seine Familie vertreten, werden natürlich nicht überall gut aufgenommen… Weiterlesen