Simon, Theresa: Die Frauen der Rosenvilla

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Teresa Simon ist im Moment mit ihren historischen Romanen „Die Frauen der Rosenvilla“ und „Die Holunderschwestern“ in aller Munde. Vor allem deshalb, weil der Name ein Pseudonym sein soll und natürlich jeder gerne wissen würde, wer denn nun hinter diesen großartigen Geschichten steckt. Aber beiseite mit diesem Klatsch und Tratsch, zurück zu den harten Fakten. „Die Frauen der Rosenvilla“ ist Teresa Simons „erstes“ Buch (unter diesem Namen zumindest) und eigentlich ein klassischer historischer Roman im Lucinda Riley-Stil, also ein Roman, der eine Gegenwartshandlung mit einer Vergangenheitshandlung verknüpft. Weiterlesen

Hornby, Nick: Slam

nick-hornby-slamDas Buch „Slam“ von Nick Hornby habe ich in der Schule gelesen. Im Englischunterricht. In der neunten Klasse. Obwohl ich schon damals natürlich eine echte Leseratte war und kaum ein Buch in der örtlichen Stadtteilbibliothek vor mir sicher war, konnte man mich mit englischer Lektüre eigentlich noch nie wirklich begeistern. Ich lebe gerne in einem Buch, tauche völlig in die Geschichte ein. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ich dem Sprachfluss wirklich folgen kann. Lesen sollte und soll für mich keine „Arbeit“, keine Anstrengung bedeuten, sondern gerade von dieser im Alltag ablenken.
Und seien wir mal ehrlich, die meisten Englischlehrer sind nicht gerade für ihren Humor bekannt und meine bildeten da keine Ausnahme.
Dementsprechend skeptisch war ich also, als ich mir damals „Slam“ von Nick Hornby kaufen musste (zu einer Zeit, als ich „About a boy“ noch nicht mal als Film kannte). Und was soll ich sagen: Ich habe es GELIEBT! Ich weiß noch genau, wie ich damals morgens in der U-Bahn noch einen Teil gelesen habe, weil ich am Tag vorher keine Lust dazu gehabt hatte und einen Lachanfall vor allen Leuten bekommen habe, weil dieses Buch einfach so einen genialen Humor hat. Viele Szenen habe ich sogar bis heute noch ziemlich detailliert im Gedächtnis. Weiterlesen

Eriksson, Caroline: Die Vermissten

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Puh. Ich habe soeben den Thriller „Die Vermissten“ von Caroline Eriksson zugeklappt und bin noch ganz gefangen von der Atmosphäre dieser Geschichte.

Wie ja einige von euch, die dieses Blog schon länger verfolgen, vielleicht gemerkt haben, bin ich eigentlich kein Fan von skandinavischen Krimis und Thrillern, zumindest findet man hier eigentlich keinen davon. Immer mal wieder habe ich zwar den Versuch unternommen, mich an dieses Genre heranzuwagen, aber habe es dann immer irgendwann abgebrochen, da mir die Bücher dann echt zu unheimlich oder eklig geworden ist. Ich bin da eben sehr zart besaitet 🙂

Nachdem sich die Geschichte von Caroline Erikssons „Die Vermissten“ aber wirklich sehr spannend anhörte, habe ich mir dieses Buch doch sehr kurzentschlossen gekauft. Ja, und es kam, wie es kommen musste. Heute Nachmittag wollte ich „nur mal kurz die Beine hochlegen“, um mich dann wieder „mit Vollgas an meine Hausarbeit zu setzen“, die ich im Moment schreiben muss. Stattdessen habe ich dieses Buch gelesen. In einem Rutsch, Pipipause mal ausgeklammert. Weiterlesen

Tippetts, E.M.: Prinzessin in Not (Nicht mein Märchen – Band 2)

Prinzessin-In-Not--Nicht-mein-Marchen--B00FTU6Y9C_xxlNachdem ich im November letzten Jahres mit Begeisterung den Roman „Nicht mein Märchen“ von E.M. Tippetts gelesen habe, konnte ich mir vor kurzem endlich die Fortsetzung zu Gemüte führen 🙂

In „Prinzessin in Not“ treffen wir wieder auf Chloe und Jason, die  mittlerweile verheiratet sind. Doch während der erste Band vor allem die Beziehung zwischen den beiden behandelt hat, rückt diese im zweiten Band stellenweise etwas in den Hintergrund. Zwar wird sie immer mal wieder durch Jasons Filmdrehs und den ständigen Verfolgungen durch Paparazzi belastet, aber im Fokus steht diesmal Chloes Eintritt ins Berufsleben. Weiterlesen

Rahlens, Holly- Jane: Prinz William, Maximilian Minsky und ich

51RW7P03YTLZum heutigen Kinderbuchdienstag gibt es mal wieder ein richtig schönes Teenie- Mädchen- Buch. Nelly Sue Edelmeister ist ein Nerd. Sie will Physikerin werden und arbeitet schon mit 13 Jahren intensiv darauf hin. Wenn sie nicht gerade die Nase in Astronomiebücher steckt, lernt sie Hebräisch für ihre bald anstehende „Bat Mizwa“ (Bar Mizwa für Mädchen), weil ihre amerikanische (und jüdische) Mutter diese so gerne feiern will.

Alles läuft ganz normal in Nellys Leben – bis sie ihre erste große Liebe trifft. Beziehungsweise nicht wirklich „trifft“, denn ihr Auserwählter ist Prinz William, nach Lady Dis Tod gerade Halbweise geworden und sooo süß! Weiterlesen

Hackenberg, Andrea: Schnucken gucken

1_Andrea-Hackenberg_Schnucken-gucken-page-001-KopieBilli ist Umweltaktivistin und Journalistin aus Überzeugung. Gerade steht sie vor ihrem großen Coup: Sie will den Landwirtschaftsminister zum Rücktritt zwingen. Ihr Beweismaterial: Illegale Videoaufnahmen von der angeblichen „Bio“- Hühnerfarm des Ministers, auf der es so gar nicht „Bio“ zugeht. Doch Billi lässt ihre Kamera im Taxi liegen und das Unglück nimmt seinen Lauf. Ohne die Videoaufnahmen ist ihr Bericht unglaubwürdig und sie ihren Job los.

Zeit also, um in ihr Heimatdorf Grümmstein in der Lüneburger Heide zurückzukehren und dort als Lokaljournalistin zu arbeiten. Und dann sind da noch Manolo, ihr unglaublich heißer (aber leider inzwischen verlobter) Ex und eine Leiche in der Erlebnisdusche… Weiterlesen

Bartels, Dominik: Black Taxi

33533341zHeute möchte ich euch mal einen Roman vorstellen, der von einem Thema bzw. einer Region dieser Welt handelt, über die ich ehrlich gesagt bisher noch nicht sehr viel wusste: Nordirland. Natürlich habe ich schon vom Terror der IRA, dem Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten und der damit einhergehenden politischen Spannung gehört, aber die Hintergründe kannte ich bisher nicht.

In Dominik Bartels Roman „Black Taxi“ verschlägt es den 17-jährigen Martin zu Beginn der Geschichte nach Belfast. Nach dem Tod seiner Eltern soll sein gesetzlicher Vormund entscheiden, wo Martin studieren soll und die Wahl fällt ausgerechnet auf Belfast – eine Stadt, mit der Martin ebenfalls nur die negativen Dinge verbindet, die man von Zeit zu Zeit mal in den Medien mitbekommt. Das ist für den Leser natürlich eine tolle Ausgangslage, denn gemeinsam mit Martin entdeckt man im Laufe der Handlung Belfast und erfährt vieles über diesen nun schon lange andauernden Konflikt, der weit mehr beinhaltet als eine Terrororganisation, die Angst und Schrecken verbreitet. Weiterlesen