Hornby, Nick: Slam

nick-hornby-slamDas Buch „Slam“ von Nick Hornby habe ich in der Schule gelesen. Im Englischunterricht. In der neunten Klasse. Obwohl ich schon damals natürlich eine echte Leseratte war und kaum ein Buch in der örtlichen Stadtteilbibliothek vor mir sicher war, konnte man mich mit englischer Lektüre eigentlich noch nie wirklich begeistern. Ich lebe gerne in einem Buch, tauche völlig in die Geschichte ein. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ich dem Sprachfluss wirklich folgen kann. Lesen sollte und soll für mich keine „Arbeit“, keine Anstrengung bedeuten, sondern gerade von dieser im Alltag ablenken.
Und seien wir mal ehrlich, die meisten Englischlehrer sind nicht gerade für ihren Humor bekannt und meine bildeten da keine Ausnahme.
Dementsprechend skeptisch war ich also, als ich mir damals „Slam“ von Nick Hornby kaufen musste (zu einer Zeit, als ich „About a boy“ noch nicht mal als Film kannte). Und was soll ich sagen: Ich habe es GELIEBT! Ich weiß noch genau, wie ich damals morgens in der U-Bahn noch einen Teil gelesen habe, weil ich am Tag vorher keine Lust dazu gehabt hatte und einen Lachanfall vor allen Leuten bekommen habe, weil dieses Buch einfach so einen genialen Humor hat. Viele Szenen habe ich sogar bis heute noch ziemlich detailliert im Gedächtnis. Weiterlesen

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Ruppel, Lars: Holger, die Waldfee

Cover_Ruppel_-72Am vergangenen Freitag ist Lars Ruppel deutschsprachiger Meister im Poetry Slam geworden. Mit Gedichten über Redensarten. Was es damit auf sich hat, erfährt man in seinem kürzlich erschienenen Buch „Holger, die Waldfee“, in dem er zehn dieser Redensart- Gedichte präsentiert.

Wir alle kennen die Aussprüche „Mein lieber Herr Gesangsverein“ oder „Heidewitzka“ oder „Nicht schlecht, Herr Specht“. Aber dass hinter diesen einfach daher gesagten Dingen auch Geschichten stecken könnten, das hat bisher nur Lars Ruppel gesehen und diese erzählt er uns. Denn „Schmidts Katze“ oder der „Alte Schwede“ sind eigentlich tragische Helden, die uns etwas über die Welt lehren können. Denn das ist allen Geschichten gemein: Am Ende steht eine Moral, die jeder nachvollziehen kann. Weiterlesen

Sieper, Martin: Zurückgespult

martinMartin Sieper ist Poetry Slammer und Lesebühnen- Autor, früher Marburger Student, heute bayrischer BWLer. In seinem ersten Buch spult er sein Leben zurück und schaut sich gemeinsam mit dem Leser das Geschehene nochmal an, seine Kindheit in einem kleinen Dorf in NRW, seine Studentenzeit in einer echt coolen WG und vor allem die Erlebnisse mit seiner Familie – kurzum: Der Leser lernt den Alltag eines dicken Kindes kennen.

Dafür hat Martin Sieper seine Bühnentexte, die ihm schon viele Vize- Meistertitel eingebracht haben, wie es in der Autorenbeschreibung steht, gesammelt und in eine logische Reihenfolge gebracht, sodass man wirklich das Gefühl hat, man wäre von Anfang an dabei gewesen. Weiterlesen

Sebastian 23: Theorie und Taxis – Auswege aus der Philosophie

TT

Wenn man an Philosophie denkt, dann ist der erste Gedanke meist ein älterer Mann, der sich den Bart krault und fragt „Warum?“

Wenn man an die Frage „Warum?“ denkt, dann ist der erste Gedanke meist ein fünfjähriger Junge, der wissensdurstig seine total genervten Eltern mit Fragen löchert.

Und wenn man diese beiden Gedanken im Kopf hat, wird man merken, dass Sebastian 23 weder fünf Jahre alt ist, noch Bart trägt und trotzdem Philosophie studiert hat.

Warum?

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Zymny, Jan Philipp: Henry Frottey – Sein erster Fall: Teil 2 – Das Ende der Trilogie

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Jan Philipp Zymny ist seines Zeichens amtierender deutschsprachiger Meister im Poetry Slam. Unter anderem deshalb, weil einer seiner besten und bekanntesten Poetry Slam- Texte sich um den Privatdetektiv Henry Frottey dreht. Dieser trägt den Titel „Mord in the Jugendherberge“ und genau so beginnt auch der Roman, den er nun seiner Figur gewidmet hat.

Am Anfang steht ein Mord in einer Jugendherberge. Doch dann häufen sich die Mordfälle und die Todesumstände sind mysteriös: Anscheinend werden die Opfer gezielt gealtert, sodass sie vergreisen und dann sterben. Eine Aufgabe für Henry Frottey, der ein arges Problem damit hat, dass sein Nachname wie Waschlappen, Schlafanzug oder Handtuch klingt und deshalb schnell eskalieren kann, wenn jemand seinen Nachnamen zu oft sagt.

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Ruppert, Marvin: Ich mag Regen. Traurige Liebesgeschichten aus meinem Leben

Cover_Ruppert_72Der Marburger Poetry Slammer Marvin Ruppert ist unter die Autoren gegangen! Und hat seine 21 besten Kurzgeschichten zu einem kleinen Büchlein zusammengefasst.

Wobei der Begriff „kleines Büchlein“ sich wirklich nur auf das praktische Handtaschenformat des Buchs bezieht und nicht auf den Inhalt.

Ruppert, der bereits seit Jahren die hessische Poetry Slam- Szene entscheidend mitprägt, ist auf der Bühne vor allem durch seine lustigen, aber doch auch irgendwie traurigen Geschichten bekannt, die man nun auch in diesem Buch findet.

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Anderson, Jan: Hilfe, mein Kaktus hat Herpes

KaktusUnter dem Motto „Guter Rat ist teuer – aber nicht im Internet!“ hat Autor Jan Anderson die lustigsten Forenbeiträge aus dem Internet zusammengestellt.

Eingeteilt in die Themen „Nachbarn“, „Haustiere“, „Partner“, „Pflanzen“, „Auto“, „Familie“ und „Aussehen“ sammelte er Fragen und Antworten in diversen Frage- und Themenforen.

Dabei war egal, wie zielführend oder sinnvoll diese Fragen waren – Hauptsache lustig.

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