Hoover, Colleen: Weil ich Layken liebe

Colleen Hoover - Weil ich Layken liebeHuch, kann man an dieser Stelle fragen. Ist dieses Buch nicht schon laaange wieder out, sind nicht schon viiiiele andere Bücher dieser Autorin erschienen und ist das nicht ein Buch, das inzwischen wirklich jeeeder kennt?

Die Antwort ist: Dreimal ja. Aber ich habe es damals, als ein tierischer Hype um das Buch ausgebrochen war und alle, wirklich alle diese Geschichte gefeiert haben, tatsächlich nicht gelesen. Und ich hatte es auch eigentlich gar nicht vor. Dann war ich aber neulich in der Stadtbibliothek und ging so an den Regalen vorbei und schwupps, auf einmal hatte ich das Buch in der Hand. Und dann habe ich es noch am gleichen Tag durchgelesen. Verrückte Sache. Langsam sollte ich mich ja auch mal ein bisschen besser kennen: Diese Hype-Bücher treffen schon meistens meinen Geschmack. Besonders im Jugendbuch-Bereich.

Also, auch hier, auf dem Millionsten Buchblog, falls ihr das vergessen habt: Dieses Buch ist toll, toll, toll! Sooo süß! Sooo bewegend! Ich habe sooo geweint! Ich habe sooo gelacht!

Zur Story: Layken zieht mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in eine neue Stadt. Gleich in den ersten Minuten dort lernt sie ihren Nachbarn Will kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Leider können die beiden niemals zusammen sein…

Zugegeben: Das hört sich total seicht an. Ist es irgendwie zunächst auch. Aber Colleen Hoover hat einen tollen Schreibstil, der einen sofort fesselt. Und später ist die Geschichte gar nicht mehr seicht, sondern hat, für ein Jugendbuch sogar überraschend viel, Tiefgang!

Mir war es gegen Ende sogar fast ein bisschen zu viel Tiefgang. Einige Fässer, die in der Geschichte aufgemacht wurden, hätte ich gar nicht mehr gebraucht, sondern den Protagonisten auch mal etwas Leichtes, Einfaches im Leben gewünscht. Stattdessen jagt ein Reizthema das nächste. Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch. Soweit ich weiß, gibt es ja auch eine Fortsetzung, also werden dort diese Themen ja dann sicherlich wieder aufgegriffen.

Was ich aus der Lektüre lerne: Auch Jugendbücher, bzw. Romane aus dem Young-Adult-Bereich, die als harmlose Liebes-Schmonzetten daherkommen, können Tiefgang haben. Colleen Hoover muss unbedingt in mein Bücherregal einziehen. Und ich sollte aufhören, mich gegen irgendwelche Hypes zu wehren. Auch bei „Ein ganzes halbes Jahr“, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und der „Silber“-Trilogie war ich echt spät dran und habe die Bücher erst gelesen, als alle sie bereits verschlungen hatten. Alle haben nun ihren Ehrenplatz in meinem Regal. Und „Weil ich Layken liebe“ ist ein Buch, das im Gedächtnis bleibt. Das noch lange nachklingen wird, auch wenn es längst schon wieder in der Bibliothek steht oder anderen Menschen tolle Lesestunden beschert.

5 von 5

Titel: Weil ich Layken liebe
Autorin: Colleen Hoover
ISBN: 978-3423715621
Seitenzahl (Taschenbuch): 384
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum der Auflage: 1. November 2013

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4 Gedanken zu “Hoover, Colleen: Weil ich Layken liebe

  1. Zunächst einmal auch hier: schön, dass Du wieder da bist! Du hast wirklich gefehlt.

    Deine Einstellung zu Hype-Büchern kann ich gut verstehen. Mir geht es da ganz genauso. Entweder ich versuche, sie möglichst noch vor dem ganz großen Hype zu lesen oder ich warte bewusst, bis keiner mehr darüber spricht. Irgendwie habe ich bei diesen Büchern immer Angst, dass da so tierisch hohe Erwartungenn geweckt werden, dass ich nur enttäuscht werden kann.

    „Weil ich Layken liebe“ habe ich übrigens auch noch nicht gelesen. Aus den genannten Gründen.

    • Huhu, deinen Blog habe ich natürlich auch in der Zwischenzeit weiter verfolgt 🙂 und ansonsten: du sprichst mir aus der Seele! Man will ja auch nicht immer eine Mainstream-Meinung vertreten. Aber manche Bücher werden offensichtlich zurecht so gefeiert.
      Liebe Grüße!

  2. Pingback: Hornby, Nick: Slam | Fräulein Bücherwald

  3. Ich muss zugeben, dass ich irgendwann auch einmal begonnen habe in dieses Buch rein zu lesen, höchstwahrscheinlich auch aus der Bücherei, denn ich besitze es selbst nicht. Irgendwas hat mich aber davon abgehalten es weiter zu lesen. Ich könnte auch noch nicht einmal sagen, warum ich es nicht weiter gelesen habe. Nachdem ich jetzt deine Rezi gelesen habe sollte ich es vielleicht noch mal versuchen.

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