Was sagt eigentlich… Dominik Bartels?

Was sagt eigentlich Dominik BartelsHeute geht es weiter mit unserer losen Reihe „Was sagt eigentlich…?“

Diesmal mit Autor Dominik Bartels, dessen Roman „Black Taxi“ ich vor einigen Tagen hier auf dem Blog rezensiert habe und von dem ich ziemlich begeistert war! Der Roman behandelt die „Troubles“ in Nordirland, in die ein deutscher Student ziemlich blauäugig hineinstolpert. Im Anschluss an die Lektüre hat Dominik sich unseren Fragen gestellt!

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Hallo Dominik! Wenn du dich in einem Satz beschreiben müsstest – wie würde der lauten?

Dominik Bartels: Ich würde durchaus von mir selbst einen Gebrauchtwagen kaufen.

In deinem Roman geht es um den Konflikt in Nordirland. In welcher Beziehung stehst du zu diesem Land oder dem Thema?

Dominik Bartels: Ich habe selbst für einige Zeit in Nordirland gelebt, liebe das Land und die Menschen dort. Vermutlich gibt es zwischen mir und der Insel so etwas wie eine Seelenverwandtschaft. Und nur falls jemand den Einwand formulieren sollte: Ja, auch die weniger schönen Seiten haben einen festen Platz in meinem Herzen.

Falls du selbst in Belfast warst: Wie viel Dominik steckt in dem Protagonisten Martin?

Dominik Bartels: Ich selbst habe in Derry gelebt. Der Roman spielt in Belfast, weil ich die Geschichte nicht zu dokumentarisch anlegen wollte. Letztlich steckt trotzdem sehr viel von mir in der Figur des Martin. Ich habe dort nur niemals studiert. Das ist der wirklich wesentliche Unterschied zwischen uns.

In dem Roman wird ja der ein oder andere gälische Ausdruck verwendet. Sprichst du auch selbst Gälisch?

Dominik Bartels: Leider nicht mehr annähernd so gut wie damals. Gälisch ist eine sehr faszinierende Sprache. Unglaublich poetisch, aber auch unglaublich schwer zu lernen.

Wie lange hast du an dem Roman „Black Taxi“ geschrieben?

Dominik Bartels: Aufgrund der Tatsache, dass der Roman sehr viele autobiographische Züge trägt, habe ich nur rund sechs Monate daran geschrieben. Wenn ich mir das Buch heute so ansehe, kann ich das selbst nicht glauben. Die Schreibphase war wie ein einziger Rausch. Auch die Leere danach war eine seltsame Erfahrung.

Du bist nicht nur Autor, sondern auch Verleger. Ist es einfacher, fremde Bücher oder die eigenen Werke zu verlegen? Wie kritisch bist du mit deinen eigenen Geschichten?

Dominik Bartels: Es ist definitiv einfacher, fremde Bücher zu verlegen. Mit den eigenen Sachen geht man unglaublich kritisch um. Obwohl … so schlecht finde ich meine Sachen dann aber wohl doch nicht, immerhin schaffen sie es ins Verlagsprogramm. Was vermutlich auch daran liegt, dass ich zu faul bin, die zeitaufwendige Suche nach einem anderen Verlag in Angriff zu nehmen. Dennoch müssen am Ende auch bei meinen Veröffentlichungen die Zahlen passen.

Hast du einen Lieblingsautor?

Dominik Bartels: Oh ja. Ich bin ein großer Fan von Roddy Doyle. Seine Fabulierkunst ist großartig und er meistert spielend die verschiedensten Themenbereiche. Ein wirklich großer Schriftsteller.

Gibt es etwas, was du uns und/ oder deinen Lesern schon immer mal sagen wolltest?

Dominik Bartels: Jeder Autor, wirklich jeder Autor, freut sich über ein Feedback. Schreiben ist eine sehr einsame Beschäftigung. Es tut deshalb einfach gut, wenn man erfährt, dass es Leser gibt, die sich von der Geschichte bestens unterhalten gefühlt haben. Auch Kritik ist wichtig und sollte geäußert werden. Deshalb traut euch, Rezensionen zu schreiben.

Und nun die obligatorische letzte Frage: Welches Buch liegt zur Zeit auf deinem Nachttisch?

Dominik Bartels: Tom Rachman „Aufstieg und Fall großer Mächte“.

Vielen Dank für das Interview!

Sehr gern! ☺

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