Was sagt eigentlich… Alireza Bayram?

Was sagt eigentlich Alireza BayramWeiter geht es mit der Interviewreihe! Diesmal haben wir wieder einen Schauspieler befragt. Und zwar wieder einen, dessen letzten Film wir hier auf dem Blog besprochen haben. In dem Tatort „Die Feigheit des Löwen“ (der ja in Oldenburg gedreht wurde) war Alireza Bayram vor knapp zwei Wochen in der Rolle des Cornelius Shuk zu sehen, Sohn des Getöteten, der gegen seinen Willen in das Drama hineingezogen wurde und ebenso wie die Kommissare auf der Suche nach der Wahrheit war. Dabei war er zunächst eine der undurchsichtigsten Figuren und hatte so einige sehr emotionale Auftritte, die uns sehr begeistert haben. Lest hier nun das Interview mit dem Darsteller:

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Foto: Beat Marti, Paola Caputo / Quelle: http://www.luckypunch-berlin.de/42-0-Liste.html?pid=1448&view=fotos

1. Hallo Alireza, danke, dass du einige Fragen für uns beantwortest! Wenn du dich in einem Satz beschreiben müsstest – wie würde der lauten?

Alireza Bayram: Wow! (lacht)

2. Julia kommt selbst aus Oldenburg, Sebastian aus Bremen. Deshalb natürlich unsere Frage: Wie hat dir Oldenburg gefallen? Hattest du etwas Zeit, dir die Stadt anzuschauen?

Alireza Bayram: Ich fand Oldenburg total schön! Auch wenn ich nur 2 Tage da gedreht habe, hatte ich doch noch die Gelegenheit einige Stunden durch Oldenburg zu spazieren. Das ist das Schöne am Filme machen! Man entdeckt neue Räume und gewinnt einen kleinen Eindruck vom Rest der Welt.

3. Wie war es für dich, mit einem international so bekannten Schauspieler wie Navid Neghaban (der u.a. in der US- Serie „Homeland“ zu sehen ist) zusammen vor der Kamera zu stehen?

Alireza Bayram: Navid und ich sind beide ursprünglich aus dem Iran. Das macht das Kennenlernen einfacher. Wir wurden beide von unserem coolen Fahrer Sam abgeholt und er brachte uns dann direkt nach Oldenburg, die Fahrt dauerte knapp 3 Stunden.
Während der Autofahrt hatten wir Gelegenheit, uns ein wenig kennenzulernen bevor wir unsere gemeinsamen Szenen gedreht haben. Er ist ein am Boden gebliebener Mensch! Er arbeitet sehr hart und viel! Und das nicht nur in den USA oder jetzt in Deutschland.
Es ist spannend mit einem bekannten Schauspieler aus den USA arbeiten zu dürfen.

4. Hast du ein Vorbild?

Alireza Bayram: Beruflich habe ich keine Vorbilder. Aber ich bin umgeben von Menschen, die ich sehr bewundere. Das müssen keine Theater- oder Filmschaffenden sein.

5. Spielst du lieber am Theater oder beim Film?

Alireza Bayram: Es gab eine Zeit, da mochte ich Theater lieber als Film. Obwohl ich immer Filmschauspieler werden wollte.
Als ich mit Theater angefangen habe, wollte ich einfach nicht mehr aufhören. Es sind immer intensive Zeiten. Und in den allermeisten Fällen auch sehr schöne, intensive Zeiten. Aber seit so ungefähr 2 Jahren wird Film für mich immer interessanter. Ich liebe es, immer wieder an anderen Orten arbeiten zu dürfen.
Und ich mag die Nähe zur Crew an einem Set! Und falls ich später mal ein Kind haben werde, kann ich sagen „Kuck mal, das ist dein Vater, Luke“ und Luke: „Neeeeeein!“ (Star Wars)

6. Gab es eine besondere Herausforderung für dich bei der Rolle des Cornelius Shuk im aktuellen Tatort?

Alireza Bayram: Eine??!! Mir Fallen gleich 100 ein! Das alles ging soooo verdammt schnell! 3 Wochen nach der Anfrage fiel schon die erste Klappe.
Ich war natürlich sehr angespannt. Als ich dann das ganze Drehbuch gelesen hab, dachte ich „ok… in meiner vorletzten Szene werde ich mit dem Messer vor Wotan Wilke Möhring rumfuchteln und alle anderen SchauspielkollegInnen dürfen mir dabei zusehen, wie ich durchdrehe… ok…ja gut…“
Vor dieser Szene hatte ich am meisten Angst. Aber komischerweise war eben genau die Szene die einfachste für mich. Wahrscheinlich hatte das damit zu tun, dass ich meine ganze Anspannung da loswerden konnte.

7. Gibt es eine Rolle, die du unbedingt mal spielen möchtest?

Alireza Bayram: Ich möchte mehr witzige Rollen spielen. Ich hab ein komödiantisches Talent, das bis jetzt eher auf der Bühne zum Vorschein kam.
Ich freu mich jetzt aber besonders auf die nächste Rolle, die ich spielen werde! Der Abschlussfilm von Moritz Binder an der HFF München. Ich habe selten ein so schönes Drehbuch gelesen. Das wird dann auch gleich meine erste führende Hauptrolle in einem Spielfilm sein.

8. Wärst du gerne auch mal Tatort- Kommissar? (Falls ja, werten wir dies als offizielle Bewerbung ;-))

Alireza Bayram: (lacht) Ja! Das wär toll! Aber ich finde, dass es gibt schon viele sehr gute Kommissare gibt.

9. Wir haben vor kurzem deinen Agentur- Kollegen Sven Schelker (auch ein Schweizer) interviewt und er hat uns etwas über die Schweizer Langsamkeit verraten. Räumen wir mit einem weiteren Vorurteil auf: Du als Schweizer – wie neutral bist du? (In Bezug auf alles)

Alireza Bayram: Nun ja, politisch und beruflich beziehe ich ganz klare Positionen. Sich für seine Überzeugung einzusetzen ist existenziell.
Ich glaube das Klischee von der neutralen Schweiz bezieht sich eher auf die Außenpolitik. Obwohl auch das sich geändert hat.

10. Und nun zur letzten obligatorischen Frage: Welches Buch liegt zur Zeit auf deinem Nachttisch?

Alireza Bayram: Silver Linings Playbook. Ich mochte die Verfilmung sehr! Dann bin ich zufälligerweise über den Roman gestolpert…

Vielen Dank, Alireza Bayram, für dieses tolle Interview! (Am besten gefällt uns übrigens die Beantwortung der 1. Frage ;-)) Hier kommt ihr zu seiner Agenturseite, wenn ihr noch mehr Informationen haben wollt.

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