Musso, Guillaume: Vielleicht morgen

produkt-10114Auf das Buch „Vielleicht morgen“ von Guillaume Musso bin ich durch die Empfehlung einer anderen Buchbloggerin gekommen. Eigentlich war sie immer eine Garant für gute Buchtipps, da unsere Geschmäcker sehr ähnlich sind, aber diesmal… naja. Ich fange mal vorne an.

In „Vielleicht morgen“ haben wir es mit zwei Hauptpersonen zu tun: Mit Matthew Shapiro, einem Philosophieprofessor und mit Emma Lovenstein, einer jungen Sommelière. Zunächst haben diese beiden Personen jedoch nichts miteinander zu tun.

Bis Matthew zufällig bei einem kleinen Flohmarkt einen Laptop kauft, der früher wohl einmal einer „Emma L.“ gehört hat. Und obwohl der Verkäufer ihm versichert hat, dass die Festplatte des Laptops bereinigt worden sei, findet Matthew dort Fotos und Erinnerungen. Und er beginnt, Emma E- Mails zu schreiben. Doch verlieben will er sich nicht, zu frisch ist noch die Erinnerung an seine Frau, die an Weihnachten vor einem Jahr bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. Doch dann beschließt er, sich mit Emma zu treffen. Und erlebt (gemeinsam mit dem Leser) eine Überraschung, die man erst gar nicht so wirklich fassen kann…

Soweit ist das Buch wirklich toll. Ein federleichter Schreibstil lässt einen nur so durch die Seiten fliegen, die beiden Hauptpersonen sind sympathisch und machen es dem Leser leicht, sich mit ihnen emotional zu identifizieren. Man erwartet das Ende und die Auflösung mit Spannung.

Aber dann, an einem Punkt, den ich nicht genau benennen kann, kippt die Geschichte und wird einfach nur noch abstrus. Da man aber immer noch an der Auflösung interessiert ist, kämpft man sich weiter durch die Seiten. An diesem Punkt wäre es sehr leicht gewesen, einfach mal 100 Seiten zu überspringen, denn mich haben sie eigentlich nicht mehr interessiert. Die Story wirkt übertrieben, die Figuren (besonders Emma) werden immer unsympathischer und man betrachtet das Buch mit wachsendem Zweifel, wenn es da so unschuldig mit seinem wunderschönen Cover auf dem Wohnzimmertisch liegt. Und dann kommt das Ende.

Der „Showdown“ war okay, der Geschichte irgendwie angemessen haarsträubend. Bei der „Auflösung“ jedoch unterläuft dem Autor meiner Meinung nach ein ebenfalls haarsträubender Logikfehler, den ich absolut nicht nachvollziehen kann, auch jetzt nicht, nachdem es schon ein paar Tage her ist, dass ich das Buch beendet habe. Das Ende habe ich einfach nicht verstanden. In oberflächlicher Weise ja, aber wenn man das Ganze genauer betrachtet, passt das irgendwie nicht. Ich weiß, das klingt jetzt total kryptisch, aber wenn man auch nur einen Pieps mehr von der Geschichte verrät, dann nimmt das eine große Überraschung vorweg. Aber jemand, der das Buch gelesen hat, weiß vielleicht, was ich meine. Wenn nicht, kann ich es ihm gerne schreiben und lasse es mir auch gerne erklären, falls der Logikfehler vielleicht in meinem Kopf liegt!

Ich bin enttäuscht, weil ich eine schöne Liebesgeschichte erwartet, aber keine gelesen habe, sondern stattdessen eine absurde Geschichte mit Thriller- Elementen, die mich nicht überzeugt haben. Da viele allerdings sooo begeistert sind von Mussos Büchern, werde ich mir möglichst zeitnah ein anderes Buch von ihm besorgen, kann ja nicht sein, dass ich als Einzige immun gegen seinen vielgerühmten charmanten Stil bin.

2 von 5

Titel: Vielleicht morgen
Originaltitel: Demain
Autor: Guillaume Musso
Übersetzer: Bettina Runge / Eliane Hagedorn
ISBN-13: 978-3866123762
Seitenzahl (broschiert): 480 Seiten
Verlag: Pendo
Erscheinungsdatum der Auflage: 11. August 2014

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3 Gedanken zu “Musso, Guillaume: Vielleicht morgen

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