Preussler, Otfried: Der Räuber Hotzenplotz

hotzenplotzKennen die Kinder heutzutage eigentlich noch den Räuber Hotzenplotz, dem das Kasperl und der Seppel das Handwerk legen? Ich hoffe doch, denn das Buch war das erste „Horror“- bzw. „Action“buch, das ich gelesen habe und mein Weg zur harten Literatur der Erwachsenen. Mann, was habe ich mich früher vor diesem Buch gegruselt, wenn Kasperl und Seppel in den Händen des Räubers landen, aber der Nervenkitzel im Bauch war auch extrem aufregend!

Der Räuber Hotzenplotz treibt sein Unwesen in der Stadt, selbst die Polizei kann ihn nicht fangen. Als der Räuber der Großmutter ihre schöne, Musik machende Kaffeemühle klaut, beschließen Seppel und Kasperl, der Polizei zu helfen und den Räuber zu fangen. Doch da haben sie die Rechnung ohne den schlauen Hotzenplotz gemacht, der die Kinder seinerseits in eine Falle lockt und sie gefangen nimmt. Kasperl wird schließlich an den bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann verkauft, aber durch eine Verwechslung der beiden und mit Hilfe einer guten Fee können sie sich schließlich befreien und Hotzenplotz der Polizei übergeben.

Nachdem ich das Buch für die Rezension nun noch einmal gelesen habe, habe ich festgestellt, dass es doch ganz schön harter Tobak für Kinder ist. Denn die Aussichten für Kasperl und Seppel stehen nach der Entführung ja doch ziemlich schlecht, dass sie heil aus der Sache rauskommen. Daher hat es mich doch gewundert, dass ich das Buch als Kind mit so viel Begeisterung gelesen habe. Aber umso besser, denn ich habe nur positive Erinnerungen an das Buch, das ich auch immer wieder lesen konnte und jedes Mal wieder aufgeregt war, ob die beiden es am Ende schaffen, den Zauberer zu besiegen und die Fee wieder in eine Fee zu verwandeln.

Dazu kommen zuckersüße Zeichnungen und eine wirklich kindgerechte Sprache, die auch das selber lesen relativ schnell ermöglicht.

Eine Geschichte, die in meiner Generation noch zum absoluten Grundinventar eines Kinderzimmers gehörte und auch heute hoffentlich immer noch gelesen wird, weil sie eine so spannende Handlung mit wirklich kindgerechten Dingen verbindet. Viel mehr als die ganzen anderen Detektivgeschichten, in denen niemals eine Gefahr für die ermittelnden Kinder droht, wird hier schnell klar, dass Detektiv spielen kein Zuckerschlecken ist und nicht von jedermann einfach so gemacht werden kann! Aber natürlich sind Seppel und Kasperl schlau genug, um die Bösen zu überlisten.

Otfried Preußler hat mit diesem Buch (ebenso wie mit seinen anderen Büchern) schon so vielen Kindern Spannung und Hoffnung und Freude geschenkt, hoffen wir, dass das noch ein paar Jahre so weitergeht, auch wenn er es leider nicht mehr erleben kann.

5 von 5

Titel: Der Räuber Hotzenplotz
Autor: Otfried Preußler
Illustrator: F. J. Tripp
ISBN-13: 978-3522179355
Seitenzahl (Taschenbuch): 144 Seiten
Verlag: Thienemann
Erscheinungsdatum der Auflage: 14. Juli 2008

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2 Gedanken zu “Preussler, Otfried: Der Räuber Hotzenplotz

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