Filmrezension – Django Unchained (2013)

django-unchained-poster_400892_44979Es gibt Regisseure, die machen Filme, die schon vor der Veröffentlichung Kultstatus haben. Zu diesen Regisseuren gehört unter anderem Quentin Tarantino. Neben „Kill Bill“ und „Inglorious Basterds“ findet sich auch „Pulp Fiction“ in seiner Vita. Wir haben es also mit einem Mann zu tun, der das, was er anfässt, zu Gold werden lässt.

Aber fangen wir von vorn an.

Zwei Jahre vor dem amerikanischen Bürgerkrieg finden wir uns in den Südstaaten wieder, dort kauft der deutschstämmige Dr. King Schulz – seines Zeichens Zahnarzt – den Sklaven Django. Dieser soll ihm dabei helfen, die Brittle-Brüder ausfindig zu machen, denn scheinbar ist Django der einzige, der diese wiedererkennen kann. Sollte es Schulz und Django gelingen, die Brüder zu finden, verspricht Schulz Django die Freiheit. Nachdem die beiden es geschafft haben, die Brüder zu finden und zu töten, führt Schulz Django in die Lebensweise der Kopfgeldjäger ein – er selbst hat das Zahnarzt- Dasein längst hinter sich gelassen, um im Auftrag des Staates Gesuchte zu jagen. Nun machen sich die beiden gemeinsam auf die Jagd nach den meist gesuchten Verbrechern des Südens. Django hingegen hat ein ganz anderes Ziel als Schulz: Er möchte seine Frau Broomhilda von einem Anwesen befreien, auf dem sie als Haussklavin arbeitet, der Farm von  Calvin Candie.

Ein Film, der einen über die kompletten 165 Minuten in Atem hält. Nicht nur, dass er in gewisser Hinsicht spannend ist, er ist etwas brutal – es sterben schätzungsweise 80 Menschen – ständig fließt irgendwie und irgendwo sehr viel Blut und er zeigt eine Seite Amerikas, auf die das Land niemals stolz sein wird. Großgrundbesitzer, deren schonungsloser Umgang mit Sklaven und am Ende auch ein bisschen Liebe, gepaart mit Action und großartigen Schauspielern lassen den Film in meiner Sammlung ganz weit oben liegen.

Jamie Foxx, der einen jungen Mann spielt, der vom Sklaven zum Paradisvogel- Kopfgeldjäger mit überragender Schusstechnik wird, Christoph Waltz, der in seiner Rolle als Dr. King Schulz mit Pferd Fritz brilliert und Leonardo DiCaprio mit seiner, wie ich finde, besten Interpretation einer Rolle machen diesen Film zu einem Highlight.

Off-Topic:

In einer Szene sollte DiCaprio eigentlich nur mit der Faust auf den Tisch hauen, um seiner Wut Ausdruck zu verleihen. Allerdings traf er versehentlich ein Glas, dieses zerbrach und die Scherben bohrten sich in seine Hand. DiCaprio spielte die Szene unter den geschockten Augen des Teams zu Ende und sie landete im Film. Bravo.

Lieblingszitat:

Dr. King Schulz: Wo ist Ellis?
Django: Da, der schlägt grad wie ein Hase Haken auf dem Feld.
Dr. King Schulz: Ist er es bestimmt?
Django: Ja.
Dr. King Schulz: Definitiv?
Django: Ich weiß nicht.
Dr. King Schulz: Du weißt es nicht definitiv?
Django: Ich weiß nicht, was definitiv ist.
Dr. King Schulz: So viel wie sicher.
Django: Ja.
Dr. King Schulz: Ja, was?
Django: Ja, ich bin sicher, das ist Ellis Brittle.
*Es fällt ein Schuss*
Django: Ich bin sicher, er ist definitiv tot.

5 von 5

Filmtitel: Django Unchained
Originaltitel: Django Unchained

Produktionsfirma: Sony Pictures
Regisseur: Quentin Tarantino
Premiere (Deutschland): 2013
Hauptdarsteller: Jamie Foxx (Django)Christof Waltz (Dr. King Schulz) Leonardo DiCaprio (Calvin Candie)Samuel L. Jackson (Stephen)

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