Tatort: Winternebel (Konstanz)

Tatort-Konstanz

Der Konstanzer Tatort ist ja dafür bekannt, dass man gerne mal mit den gemütlichen Schweizer Kollegen zusammenarbeitet und die Fälle meist eher unaufgeregt daherkommen. Außerdem sind Blum und Perlmann ein klassisches „bekommen wir schon hin“-Duo.

Der heutige Fall, bzw. Tatort trägt den Namen „Winternebel“ und genau das ist er auch. Undurchsichtig.

Ein Auto kommt scheinbar von der Straße ab und landet unsanft auf einem Waldweg. Der Fahrer steigt – beinahe – unverletzt aus und flüchtet zu Fuß. Plötzlich: Ein Schuss. Der Täter: Lüthi, ein Schweizer Polizeibeamter und Kollege vom Blum und Perlmann. Die Leiche wird am nächsten Morgen ein paar Kilometer weiter am Ufer des Bodensees angespült. Eine Waffe trägt diese aber nicht. Auch Schmauchspuren werden nicht gefunden. Warum also hat Lüthi geschossen?

Während man versucht, das aufzuklären – zwischenzeitlich darf sogar der unter Verdacht stehende Lüthi mitermitteln – wieso diese Person überhaupt geflüchtet ist, wird immer klarer, dass die Tochter eines reichen Ehepaares entführt worden ist und dass auch der erschossene Fahrer irgendwie mit in der Sache drinstecken muss. Die Eltern wollen sich partout nicht von der Polizei helfen lassen und setzen auch alles daran, dieser im Weg zu stehen.

Bei der Übergabe des Lösegeldes bekommt der Entführer Wind davon, dass überall um ihn herum Polizisten sind. Zum einen kann es daran liegen, dass ständig Menschen in seinem Blickfeld in ihre Kragen sprechen, zum anderen sagt die Schweizer Kollegin doch recht laut und deutlich „Wir gehen ihm hinterher“, als er an ihr vorbeigeht. Nicht so klug.

Er flieht natürlich. Währenddessen kann sich das entführte Mädchen aus ihrem Gefängnis befreien, doch, wie das nun mal so ist, sie begegnet auf der Flucht ihrem Entführer. Sie rennt weg, er ihr hinterher und es fallen sogar Schüsse. Es kommt also doch noch ein bisschen Action dazu!

Die verfliegt aber relativ schnell, als Blum in der spannendsten Situation des ganzen Tatorts dem Entführer nüchtern ins Knie schießt. So sind sie, die Konstanzer. Fast schon norddeutsch.

Als das entführte Mädchen hört, nach wem ihr Vater die Polizei als erstes fragt, nämlich nach seinem Geld, tut sie das einzig richtige: Sie setzt sich mit seinen zwei Millionen Euro in die Schweiz ab. Auch wenn Euros da kaum was wert sind.

Was bleibt?

90 Minuten Tatort, die erst unaufgeregt daherkommen und nur am Ende kurz spannend werden. Anfangs scheint es einfach, als wären es zu viele Geschichten, die parallel laufen, das wäre als Buch sicherlich gut geeignet für einen mittelmäßig guten Krimi, das klappt allerdings nicht in der Verfilmung. Aber die Freundin des Regisseurs hat auch noch eine Rolle bekommen. Bleibt also alles in der Familie.

Schade, Konstanz, aber beim nächsten Mal bitte besser!

Titel: Winternebel
Ort: Konstanz
Tatort Nr.: 919
Erstausstrahlung: 05.10.2014
Ermittler: Blum & Perlmann
Hauptdarsteller: Eva Mattes Sebastian BezzelAnna Bederke

Advertisements

Ein Gedanke zu “Tatort: Winternebel (Konstanz)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s