Filmrezension: Sex Tape (2014)

029400Nachdem Cameron Diaz und Jason Segel schon in „Bad Teacher“ ein Paar waren, konnte es sich Jake Kasdan nicht nehmen lassen, die beiden wieder als Paar antreten zu lassen. Wieder in einer Komödie, dieses Mal aber deutlich… erotischer?

Irgendwie nicht.

Und das ist auch gut so.

Kurz zum Inhalt:

Annie und Jay sind verheiratet und haben Kinder, da bleibt kaum noch Zeit für die eigenen Bedürfnisse, entspannte Abende zu zweit, das Sexleben der beiden läuft, gelinde gesagt, auf Sparflamme. Aber selbst als Annie die Kinder zu ihrer Mutter gibt, damit die beiden mal wieder ein Abend für sich haben, will das Feuer nicht sofort auflodern. Um das Ganze ein bisschen in Schwung zu bringen, haben sie eine Idee: Sie drehen ein Sex-Tape.

Nach einem dreistündigen Marathon entscheiden die beiden, das Video zu löschen. Bzw. Annie entscheidet, dass Jay das Video löschen wird.

Am nächsten Tag bekommt Jay eine SMS, in der sich jemand für das „geile Video“ bedankt. Jay weiß anfangs weder von wem die SMS kommt, noch welches Video gemeint ist, bis ihn der anonyme Simser auf die Idee bringt, dass das Video ins Netz gelangt sein könnte. Denn statt das Video wie besprochen zu löschen, wollte Jay es für sich behalten. Das Video gelangte durch eine automatische Aktualisierung in die Cloud – die mehr durch Zufall gerade überall in den Medien ist – und von dort aus auf alle Geräte, die Jay in letzter Zeit verschenkt hat.

Jay hat nämlich die seltsame Angewohnheit, iPads zu kaufen und kurz darauf wieder zu verkaufen. Nun haben alle Freunde, Annies Eltern und der Postbote die Chance, das Video zu sehen. Und viel schlimmer: Auch Annies zukünftiger Boss besitzt eines dieser iPads. Die beiden begeben sich also auf eine Jagd nach den verstreuten iPads und natürlich dem, der die beiden mit seiner SMS erst darauf gebracht hat.

Ganz ehrlich, was würden die Medien bezahlen, um wirklich mal ein Sex-Tape vom Duo Diaz-Segel zu sehen?

In „Sex Tape“ ist das ja nun tatsächlich wahr geworden, wenn auch nur gespielt. Dazu gibt es einen Haufen anzüglicher Witze, ein bisschen Slapstick – hauptsächlich in Form von Segel im Kampf mit einem Schäferhund und Diaz im Kampf mit Kokain, dazu noch die Erkenntnis, dass das Problem der beiden doch etwas tiefer liegt, als sie sich eigentlich eingestehen wollten. Und Youporn hat auch noch einen Auftritt.

Alles in allem ein solider Film, dem zwar gegen Ende ein wenig der Wind in den Segeln fehlt, aber doch etwas für einen lustigen Abend auf der Couch ist. Wer es richtig lustig haben möchte, der kann ja mal selbst ein Sex Tape drehen und es an seine Freunde schicken.

Ach ja, mir persönlich gefällt es immer, wenn noch etwas im Abspann passiert. Seien es die Outtakes in alten Jackie Chan Filmen oder die Fotos der Nacht in „Hangover“. Auch in diesem Film hat man darauf nicht verzichtet und belohnt sich und den Zuschauer für die vergangenen 90 Minuten. Daumen hoch!

 

Lieblingszitat aus dem Film:

Robbie: „Wer hat Sex für drei Stunden?“

Jay: „Wir.“

Robbie: „Der Film Titanic dauert drei Stunden. Ihr habt die Titanic versenkt!“

4 von 5

Filmtitel: Sex Tape
Originaltitel: Sex Tape

Produktionsfirma: Columbia Pictures
Regisseur: Jake Kasdan

Premiere (Deutschland): 11. September 2014
Hauptdarsteller: Cameron Diaz (Annie)Jason Segel (Jay)Jack Black (YouPorn-Besitzer)

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Ein Gedanke zu “Filmrezension: Sex Tape (2014)

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