Filmrezension: Der Butler (2013)

der-butler-poster-01Die erste Filmrezension auf diesem Blog! Ich freue mich! Für die erste Rezension habe ich mir einen relativ neuen Film ausgesucht: Der Butler. Forest Whitaker in der Rolle des Cecil Gaines, aufstrebender Diener. Als ich das erste Mal das Plakat für den Film gesehen habe, war ich kurz verwirrt. Ist das jetzt die Charakterdarsteller-Version von „The Expandables“? Namhafte Schauspieler und solche, die es mal werden wollen, geben sich quasi die Klinke in die Hand.

Sei es die milliardenschwere Oprah Winfrey, Cuba Gooding Jr., Jane Fonda oder Mariah Carey,  alles, was Rang und Namen hat – oder mal hatte – ist dabei. Und tatsächlich machen auch alle ihre Arbeit gut! In einer kleinen Rolle ebenfalls dabei: Der kürzlich verstorbene Robin Williams! 

Knapp zur Handlung:
Cecil Gaines erzählt, wie er als kleiner Junge dabei zusehen musste, wie erst seine Mutter vergewaltigt und anschließend sein Vater erschossen wurde. Alle drei arbeiteten auf einer Baumwollfarm in den Südstaaten der USA.

Dieses für das Kind traumatische Erlebnis bewegt die Dame des Hauses dazu, dass Cecil im Haus arbeiten darf. Sie zeigt ihm, wie man ein „guter Hausnigger“ wird. Cecil reift in seinem Beruf, bis er beschließt, das Haus zu verlassen und woanders sein Glück zu versuchen.

Als er keine Arbeit findet und immer wieder fürchten muss, umgebracht zu werden, bricht er erst in ein Geschäft ein, klaut dort etwas und bittet, als er erwischt wird, ob er dort nicht arbeiten könnte. Er darf. Man bildet ihn weiter aus und macht ihn zu einem besseren Diener. Einem Butler. Schon kurz darauf wird er von einem Hotel angeworben. Dort bekommt er den Feinschliff. Anwesend sein, ohne anwesend zu sein, die richtigen Antworten zur richtigen Zeit und auch alles andere, was einen guten Butler ausmacht.

Cecil ist glücklich, als er ein neues Angebot bekommt: Er soll Butler im Weißen Haus werden.

Während Cecil sich immer weiter nach oben arbeitet, fühlt seine Frau Gloria sich immer mehr vernachlässigt, beginnt eine Affäre mit ihrem Nachbarn und greift zunehmend zum Alkohol.
Cecils ältester Sohn hingegen schafft es sogar, ein Studium zu beginnen. An der Uni schließt er sich einer Gruppierung an, die für mehr Rechte für Afroamerikaner eintritt. Sein Wille ist so stark, dass weder Inhaftierungen noch Tritte und Schläge ihn von seinem Plan abbringen können: Ein gerechtes Land mit Gleichstellung, egal welcher Rasse man angehört. Während er zu einem Teil der Black Panther wird, bleibt sein Vater treuer Gefährte der Präsidenten. Sein jüngster Sohn stirbt indes im Vietnam Krieg.

Auch Cecil reift in seinem Job, er ist mittlerweile über 20 Jahre Butler im Weißen Haus und fordert nun auch gleiche Bezahlung wie eine weiße Arbeitskraft. Es wird genehmigt. Mittlerweile ist das Land aufgeklärt und Cecils größter Traum wird wahr, als Barack Obama für das Amt des Präsidenten kandidiert.

Zwar ist die ganze Geschichte ein bisschen überzeichnet, aber nicht so, dass es stört. Es ist ein bisschen Pathos mit dabei und auch das ist, in dem Zusammenhang, kein Punkt für einen Abzug in der B-Note.

Alles in allem kann ich also sagen:
Ein mehr als solider Film! Und für die erste Rezension sollte doch schon was her, was mir gefällt und ich denke, ich habe die richtige Wahl getroffen. Es erinnert ein bisschen an Forrest Gump, wobei der Erzähler – Cecil Gaines – vielleicht etwas klüger ist 😉

Lieblingszitat aus dem Film:

„Sind Sie politisch, Mr. Gaines?“
Gaines: „Nein Sir.“
„Gut. Wir halten auch nicht viel von Politik im Weißen Haus.“

4 von 5

Filmtitel: Der Butler
Originaltitel: The Butler / Lee Daniels’ The Butler
Produktionsfirma: 20th Century Fox
Regisseur: Lee Daniels
Premiere (Deutschland): 2013
Hauptdarsteller: Forest Withaker (Cecil Gaines)Oprah Winfrey (Gloria Gaines)Mariah Carey (Hattie Pearl)John Cusack (Richard Nixon)Jane Fonda (Nancy Reagon)Cuba Gooding Jr. (Carter Wilson) Lenny Kravitz (James Holloway)Robin Williams (Dwight D. Eisenhower)

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2 Gedanken zu “Filmrezension: Der Butler (2013)

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