Berling, Carla: Königstöchter

Carla-Berling-Koenigstoechter-KrimiErinnert ihr euch noch dunkel an die Rezension zu dem Krimi „Sonntags Tod„, die ich hier veröffentlicht habe? Wenn nicht, hier noch mal die Kurzfassung meines Leseeindrucks: „Sonntags Tod“ war der erste Krimi, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte und der mich richtig gefesselt hat.

Nun hat die Autorin Carla Berling nachgelegt und ihre Journalistin Ira Wittekind erneut auf Spurensuche in Ostwestfalen geschickt.

Diesmal geht es zunächst um einen Unfallbericht: Eine alte demenzkranke Frau ist unter eine Kehrmaschine geraten. Hört sich eklig an, ist es auch. Aber scheinbar ein tragischer Unfall. Ira Wittekind stößt bei den Nachforschungen zu ihrem Artikel auf eine Viererclique von älteren Damen, die fast ihr gesamtes Leben miteinander verbracht haben. Unabhängig von dem Unfall interessiert Ira sich für diese Geschichte. Dann stirbt die zweite der Damen und diesmal war es eindeutig ein Mord: Die Dame trank Gift aus einer Schnapsflasche. Und schließlich geschieht auch noch ein dritter Mord. Nun bleibt natürlich die Frage: Wer sollte diese alten Damen umbringen? Und warum?

Ira lässt nicht locker und erfährt ein ungeheuerliches Geheimnis, das die vier seit ihrer Kindheit mit sich herumtragen und das so schrecklich ist, dass jemand scheinbar deswegen heute noch Morde begehen würde…

Carla Berling ist meiner Meinung nach einfach eine Künstlerin im Fach des Krimischreibens. Irgendwie (und ich habe keine Ahnung wie) schafft sie es, einen konstant bei der Stange zu halten, weil man immer genug versteht, um mitzukommen, aber man hat nie das Gefühl, die Lösung schon vor der Hauptfigur zu kennen. Am schlimmsten ist es bei Krimis, wenn man nach der Hälfte schon weiß, wer der Täter ist und sich dann noch 200 Seiten durchquälen muss, bis der / die Ermittler das auch endlich kapieren. Aber bei Carla Berling hatte ich das noch nie. Ich ziehe die Schlüsse immer genau an der Stelle, an der Ira sie auch zieht, mir kommt seltsam vor, was ihr seltsam vorkommt und insgesamt ist dieser Fall einfach eine so runde, so emotionale und spannende Geschichte, dass ich sofort das nächste Buch von ihr lesen könnte.

„Königtöchter“ ist ein bewegender Krimi, der einen neben Iras Ermittlungen auch weiterhin an ihrem Privatleben teilhaben lässt. Sie kam am Ende von „Sonntags Tod“ ja mit Andy Weyer zusammen und nun sind die beiden seit einiger Zeit ein Paar und müssen auch immer mal wieder ihre Beziehungsprobleme ausdiskutieren, was die Geschichte erfrischend auflockert, da diese Teile nie zu lang werden, aber einem immer mal wieder Verschnaufpausen gönnen von der schrecklichen Geschichte, die Ira aufdeckt.

Ich fiebere jetzt schon auf den nächsten Krimi hin. Vielleicht habt ihr ja abseits von Carla Berling noch gute Krimitipps für mich? Ich tu mich wirklich schwer mit dem Genre.

Aber hier eben der Hinweis an euch, falls es euch genauso geht: Versucht es doch mal mit einem Berling- Krimi. 😉

Hinweis: Im Moment ist der Roman übrigens in der Kindle- Version für den Einstiegspreis von 0,99 € erhältlich.

5 von 5

Titel: Königstöchter
Autor: Carla Berling
ISBN-13: 978-3000470202
Seitenzahl (Ebook- Ausgabe): 370 Seiten
Verlag: Graufisch Medien
Erscheinungsdatum der Auflage: 23. August 2014

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2 Gedanken zu “Berling, Carla: Königstöchter

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