Riley, Lucinda: Der Lavendelgarten

51QybO+yxJLEs war kaum mehr zu glauben, aber es ist doch wahr: Fräulein Bücherwald ist zurück! Sie und ich – wir haben ein ernstes Wörtchen miteinander geredet und nun ist sie wieder am Start.

Durch die lange Pause warten nun natürlich einige Rezensionen darauf, endlich geschrieben zu werden.

Den Anfang mache ich heute mit „Der Lavendelgarten“ von Lucinda Riley, das ich als Hörbuch gehört habe. Der Hype um Lucinda Rileys Bücher ist ehrlich gesagt ziemlich an mir vorbeigegangen und das, obwohl ich ja eigentlich sooo gerne historische Romane lese. Es war also höchste Zeit, mir endlich mal eine ihre Geschichten zu Gemüte zu führen.

Lucinda Riley verwebt zwei Geschichten. Die eine spielt in der heutigen Zeit und rankt sich um die junge Französin Emilie de la Martinière, die auf den smarten Engländer Sebastian, einen Kunsthändler trifft und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Emilie ist Spross einer steinreichen Familie und als Alleinerbin sieht sie sich nach dem Tod ihrer Mutter einer gewaltigen Aufgabe gegenüber: Sie muss das Chateau der Familie renovieren und das, obwohl sie in ihrem Leben bisher alles getan hat, um sich ein Leben abseits der Familie aufzubauen, mit der sie sich nie wirklich identifizieren konnte. Doch Sebastian hilft ihr natürlich und die beiden heiraten und Friede, Freude, Eierkuchen. Aber Sebastian hat ein Geheimnis und die Wahrheit kommt Stück für Stück ans Licht…

Parallel dazu erzählt der alte Weinbauer Jacques die Geschichte einer mutigen jungen Engländerin, die im 2. Weltkrieg als Spionin nach Frankreich kam und unfreiwillig in der Familiengeschichte beider Familien (von Emilie und Sebastian) eine wichtige Rolle spielte.

Meine Meinung zum Roman ist etwas ambivalent. Die historische Geschichte ist einfach klasse ausgearbeitet, gut recherchiert, sehr informativ und total spannend.

Die Geschichte der Gegenwart jedoch ist ziemlich dämlich. Dass mit Sebastian irgendwas nicht stimmt, müsste jeder halbwegs intelligenten Frau ziemlich schnell auffallen, aber die Zeitspanne, in der Emilie sich sehenden Auges an der Nase herumführen lässt und die Schuld für sein einfach nur unmögliches Verhalten immer nur bei sich selbst sucht, ist wirklich… ich sage mal „grenzwertig“.

Hätte ich die Geschichte als physisches Buch gelesen, hätte ich mit Sicherheit viele Seiten überblättert. Da ich es als Hörbuch gehört habe, ging das natürlich nicht und so habe ich jedes Wort mitbekommen, aber einen wirklichen Mehrwert hatte das nicht.

Total schade, denn die historische Geschichte ist wirklich so gut, dass die Geschichte um Emilie gegen sie wirklich blasser und schlechter aussieht, als sie es wahrscheinlich ist.

Noch ein Wort zum Hörbuch: Die Sprecherin Simone Karbst hat eine wundervolle Stimme und liest das ganze Buch einfach großartig. Mehr braucht man dazu nicht sagen. 😉

Ich werde mir auf jeden Fall zeitnah noch ein Buch von Lucinda Riley besorgen, denn die Grundidee dieser beiden miteinander verbundenen Geschichten soll ja überall vorhanden sein und vielleicht können mich die anderen Geschichten ja mehr überzeugen.

3 von 5

(Zur Info: Ich habe die ungekürzte Lesung als Hörbuch-Download gehört. Unten gebe ich allerdings die Daten zum Hörbuch auf CD an, das allerdings wohl leicht gekürzt ist.)

Titel: Der Lavendelgarten
Originaltitel: The Light Behind the Window

Autor: Lucinda Riley
Übersetzer: Sonja Hauser
Sprecherin: Simone Karbst
ISBN-13: 978-3844515633
Länge (ungekürzte Fassung): 13 Stunden und 8 Minuten
Verlag: Der Hörverlag
Erscheinungsdatum der Auflage: 14. Juli 2014

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