Fitzek, Sebastian: Noah

Noah CoverVor gar nicht all zu langer Zeit habe ich „Splitter“ gelesen und war beeindruckt von der Spannung, die Fitzek auf nur wenigen Seiten aufbauen kann. Man ist total gefesselt und will das Buch gar nicht mehr beiseite legen. Ich musste das Buch einfach „auf Ex“, quasi in einem Rutsch lesen. Und das hat man ja auch nicht alle Tage.

Aber fangen wir mal von vorn an:

Sebastian Fitzek lebt in Berlin und ist DER deutsche Thrillerautor überhaupt. Einer der wenigen, die auch in den USA und England erfolgreich sind. Seine Bücher wurden mittlerweile in über 20 Sprachen übersetzt und mit „Das Kind“ sogar verfilmt. Und der Mann ist auf dem Boden geblieben. Gerade erst beendete er eine Lesetuour durch deutsche Wohnzimmer: 50 mal las Fitzek quer durch die Republik und das alles in gerade mal sieben Tagen. Als ich dann an der Bahnhofsbuchhandlung stand, kam ich nicht an seinem neusten Werk „Noah“ vorbei. Allein das Cover sieht schon spannend aus: Ein Handabruck, wie ihn viele vielleicht noch aus dem Kindergarten kennen, der, und das sage ich, um euch zu warnen, im Dunkeln leuchtet. Ihr könnt euch also vorstellen, wie ich senkrecht im Bett lag, als mich die leuchtende Hand vom Nachttisch aus grüßte.

Kurz zum Inhalt:

Als er aufwacht, weiß er gar nichts mehr. Er weiß nicht, wie er heißt, wo er herkommt und er weiß schon gar nicht, wie er eigentlich nach Berlin kam. „Noah“ nennt ihn der Obdachlose Oscar nur, weil ihm dieser Name auf die Hand tätowiert ist. Auf der Suche nach seiner wahren Identität und dem Grund für sein Vergessen reist Noah nicht nur quer durch Europa, sondern auch durch seine Vergangenheit. Das einzige, was er sicher weiß: Seinetwegen sind schon Zehntausende gestorben. Und nur er kann verhindern, dass es noch mehr werden.

Gleichzeitig leben in fast 10.000 km Entfernung Alicia und ihre beiden Kinder in Armut, nicht wissend, ob das, was Noah ausgelöst hat, sie umbringt oder der Hunger.

Da ich „Noah“ ja derzeitig nur mit „Splitter“ vergleichen kann, muss ich sagen, dass ich Noah doch besser fand. Und dabei war Splitter schon eines DER BÜCHER, die ich 2013 gelesen habe. Die Mischung aus Politik, Thriller und Spannung ist perfekt aufeinander abgestimmt. Ich konnte mich einfach nicht langweilen. Zwar war es nicht so brutal wie „Splitter“, aber das muss es ja auch gar nicht sein. Es waren kaum bis gar keine Längen zu finden und ich hab mich nicht getraut, auch nur eine Seite zu überfliegen. Alles, was im Moment wirr erscheint, klärt sich am Ende wieder auf. Zwei parallel zueinander laufende Handlungsstränge machen plötzlich total Sinn, Szenen, bei denen ich mich gefragt habe „Hm? Warum sollte man sowas tun? Warum macht der das?“, haben am Ende doch den perfekten Platz gehabt.

Oder um es ganz kurz zu sagen: KAUFEMPFEHLUNG!

Soeben habe ich mir auch „Der Nachtwandler“ gekauft und ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr, wenn ich mich endlich auf das Buch stürzen kann.

5 von 5

Titel: Noah
Autor: Sebastian Fitzek
ISBN-13: 978-3785724828
Seitenzahl (gebundene Ausgabe): 560 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum der Ausgabe: 20. Dezember 2013

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